Presse

Kultur Agenda Pressebild vom 11.10.2014

 

Rock`n`balkan

 

 

Nicht Geld schicken – selber helfen

Von Lucia Vasella. Aktualisiert am 01.06.2014
  •  

Ein Lastwagen aus Bern ist seit gestern unterwegs zu den bosnischen Opfern der Flutkatastrophe. Ob die Hilfsgüter die Bedürftigen erreichen werden, ist noch ungewiss, denn es drohen bürokratische Hürden.

Direkte Hilfe: Mario Peric (rechts) mit Ehefrau Alma, Fahrer Elvir Devic (rechts hinten) und weiteren Helfern.

Direkte Hilfe: Mario Peric (rechts) mit Ehefrau Alma, Fahrer Elvir Devic (rechts hinten) und weiteren Helfern.
Bild: Valérie Chételat

Mario Peric ist erledigt. Während über einer Woche hat der Pflegefachmann Hilfsgüter sortiert. Unterstützt von zahlreichen Helferinnen und Helfern hat er im Vereinslokal Waren verpackt, gewogen, beschriftet und Formulare ausgefüllt. Gestern hat er den Lastwagen auf den Weg geschickt, vollbepackt mit fünf Tonnen Hilfsgüter. Bestimmt sind die Waren für die Bevölkerung des zentralbosnischen Dorfes Topcic Polje. Von dort haben ihn Hilferufe von Verwandten erreicht. Die Menschen hätten kaum zu essen, erzählte ein Mann aus dem Dorf.

«Ich habe den Eindruck, dass in Bosnien ein grosses Chaos bei der Verteilung der Hilfsgüter herrscht», sagt Peric. «Bekannte erzählten mir von Hallen voller Hilfsgüter, die nur schleppend verteilt würden», sagt der gebürtige Bosnier, der seit 1983 in Bern lebt. Das mache ihn wütend und traurig zugleich. Deshalb beschloss er zusammen mit Elvir Delic, der den LKW organisiert hat und nach Bosnien fährt, selbst Güter zu sammeln.

Hochwasser und Schlammlawine

Vor zwei Wochen versank das Dorf Topcic Polje nach schweren Regenfällen in den Wassermassen der über die Ufer getretenen Flüsse der Region. Vielen anderen Dörfern und Städten ging es nicht besser. Betroffen von der Flutkatastrophe sind auch grosse Landstriche in Serbien und Kroatien. Allein in Bosnien-Herzegowina sind Zehntausende von Menschen obdachlos, ihre Häuser wurden von den Wassermassen oder den späteren Schlammlawinen beschädigt oder mitgerissen.

Zahlreiche Länder beteiligen sich an der Nothilfe und am Wiederaufbau in der Krisenregion. Die bislang in der Schweiz dafür freigestellten Mittel betragen insgesamt gut 3,5 Millionen Franken.

Hilfswerke: Verteilung klappt

Die humanitäre Hilfe des Bundes, angesiedelt bei der Entwicklungsdirektion Deza, schickte Instrumente zur Trinkwasseraufbereitung sowie Wasser- und Umweltexperten. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) und Caritas Schweiz versorgen die Menschen in den Evakuierungszentren mit dem Nötigsten. Ein Chaos bei der Hilfsgüterverteilung können weder der Bund noch die beiden Hilfswerke bestätigen. «Wir verteilen unsere Hilfsgüter über das eigene Netzwerk», sagt Katharina Schindler vom SRK. «Die Kontrolle passiert über unsere Mitarbeitenden vor Ort.» Man könne aber nie ganz ausschliessen, «dass jemand etwas bekommt, das er nicht wirklich benötigt». Der Caritas Schweiz sind keine Unregelmässigkeiten bekannt.

Man merke aber, dass manche Gemeinden wenig Erfahrungen mit Krisensituationen dieses Ausmasses hätten, gibt Erich Ruppen, Programmverantwortlicher für Bosnien-Herzegowina zu Bedenken. Da sich der Bund vorwiegend im Bereich Wasseraufbereitung engagiere, sei man nicht über alle Details der Hilfsgüterverteilung informiert, sagt der Einsatzleiter der humanitären Hilfe für Bosnien, Rudolph von Planta. In Serbien organisiere das Serbische Rote Kreuz einen grossen Teil der Hilfe, in Bosnien sei die Koordination tatsächlich schwieriger, werde aber teilweise von der UNO übernommen.

Nur sammeln, was gebraucht wird

Die Sammelaktion des Vereins Kultur Shock ist bei weitem nicht die einzige private Initiative dieser Art. Allein Caritas Schweiz habe rund 50 Anfragen von Privatpersonen erhalten, die Transporte organisieren wollten, sagt Erich Ruppen. Man unterstütze sie mit Geschenkurkunden, was ihnen helfe, die nötigen Zollpapiere zu bekommen. Empfängerorganisation müssten die Personen aber selber suchen. Ohne einen Zielort bringe man einen Hilfsgütertransport nicht über die Grenzen.

Mario Peric hat keine Unterstützung erhalten. Das Schweizerische Rote Kreuz habe ihm empfohlen, Geld zu sammeln. «Wir wollen aber nicht im Sessel sitzen und Geld sammeln, wir wollen selber anpacken und Sachen nach Bosnien bringen und verteilen», erwidert Peric. Private Versände zu unterstützen sei logistisch nicht möglich, bestätigt Katharina Schindler vom Roten Kreuz. Sie findet die Initiativen lobenswert, wichtig sei aber, Güter zu sammeln, die wirklich benötigt werden.

Sammeln im Vereinslokal

Eigentlich ist Mario Perics grosse Leidenschaft die Musik. All sein Herzblut steckt er in den Verein Kultur Shock, mit dem er monatlich Balkan-Partys organisiert. Viele namhafte Bands aus seiner ehemaligen Heimat und der Schweiz hat er in den Kultur Shock geholt. Den Sammelaufruf für die Hilfsaktion hat er über Facebook an das Klubpublikum gerichtet. «Wir waren überwältigt von der Solidarität», sagt er. Die Leute hätten Kleider gebracht, Hygieneartikel, Medikamente und Esswaren. «Vielleicht auch deshalb, weil viele gehört haben, dass in Bosnien ein Chaos herrscht.» Mario Peric traut der Koordination der humanitären Hilfe vor Ort auch deshalb nicht, weil er weiss, wie sein ehemaliges Heimatland funktioniert.

Bosnien-Herzegowina steckt wirtschaftlich und politisch in einer schweren Krise. Im Februar dieses Jahres kam es in der Bevölkerung zu wütenden Protesten gegen die Politik und die allgegenwärtige Korruption. Transparency International (TI), die weltweit tätige Organisation zur Korruptionsbekämpfung, teilt Perics Ansicht. «Wir haben für die Meldung von Missbrauchsfällen eigens eine Hotline eingerichtet», sagt Ivana Korjalic von TI Bosnia auf Anfrage. «Besorgte Bürgerinnen und Bürger berichten von Haushalten, die von der Verteilung von Hilfsgütern ausgeschlossen worden sind.» Und von Lebensmittelhändlern, die Produkte zu überteuerten Preisen verkauften. Grund dafür sei die fehlende Koordination der Nothilfe seitens der Behörden. Dies öffne Kriminellen und Profiteuren Tür und Tor. «Bosnien-Herzegowina hat eine lange Tradition intransparenter Verteilung von humanitärer Hilfe.» Nach dem Bürgerkrieg flossen Milliarden ins Land. «Alle Versuche, die Verteilung dieser Gelder transparent zu machen, sind bislang gescheitert.»

Trotz seiner Bedenken muss Mario Peric in den sauren Apfel beissen und die in Bern gesammelten Hilfsgüter wohl in dieses intransparente Verteilsystem einspeisen. Nur über das bosnische Rote Kreuz konnte er schnell genug die nötigen Papiere für den Transport bekommen. «Jetzt wollen sie uns den ganzen Hilfstransport wegnehmen, obwohl wir in Topcic Polje schon alles organisiert haben.» Der Bürgermeister erwarte den Transport, Hilfskräfte vor Ort stünden bereit. Doch Mario Peric lässt sich nicht abschrecken, «unser Verein wird weiterhin alles daran setzen, damit die Hilfsgüter in Topcic Polje ankommen». (Der Bund)

Erstellt: 01.06.2014, 13:26 Uhr

 

http://www.derbund.ch/bern/stadt/Nicht-Geld-schicken--selber-helfen/story/11079282

 

 

Kultur Agenda Pressebild vom 5.2.2014

 

Pressebild Teska industrija

 

«Mini-Jugoslawien» im Tscharni

Von Gisela Feuz. Aktualisiert um 12:52 AGENDA Der Bund

Die serbischen Urgesteine Yu Grupa spielen psychedelischen Balkanrock im Berner Quartierzentrum.

 

 

YU grupa

Samstag, 02.11.2013 21.00

Website

http://www.kulturshock.ch

Balkan-Rock bis 03.30 Uhr.

Yu Grupa ist eine serbische (ehem. jugoslawische) Rock Band. Sie kombiniert in ihrer Musik Elemente aus der Volksmusik mit Rock aus der früheren jugoslawischen Rockszene.

Seit ihrem über 40-jährigen Bestehen hat die Gruppe geschafft, dass sie immer noch eine sehr anerkannte Band aus dem ex-jugoslawischen Raum ist und zählt heute zu dem am längsten bestehenden Rockband aus diesem Gebiet.

YU grupa Videos:

http://www.youtube.com/watch?v=_Zm_fNPaAFc

http://www.youtube.com/watch?v=l8XjEgkCBuM

http://www.youtube.com/watch?v=G7J-Q9qKSnA

http://www.youtube.com/watch?v=uZTOroJtchY

http://www.youtube.com/watch?v=3bdXzLQE7hQ


AGENDA Der Bund

Quartierzentrum Tscharnergut Samstag, 2. November, 23 Uhr.

«Eigentlich bin ich persönlich ja nicht balkanbeschränkt», definiert Mario Peric grinsend seine musikalischen Vorlieben. Der gebürtige Bosnier lebt seit rund 30 Jahren in der Schweiz und veranstaltet in seiner Freizeit unter dem Namen «Kulturshock» Konzerte, für welche er Bands vom Balkan nach Bern holt. Diese musikalische Linie habe sich mit der Zeit so ergeben, weil sich vor allem ein balkaninteressiertes Publikum mit entsprechenden Erwartungen bei ihm eingefunden hätte, begründet der 50-Jährige die Programm-Ausrichtung.

Ursprünglich hatten die Kulturshock-Partys im Länggassquartier stattgefunden, aufgrund von Lärmklagen hat Peric aber nach sechs Jahren den Veranstaltungsort wechseln müssen und nun im Quartierzentrum Tscharnergut – oder kurz: Tscharni – Unterschlupf gefunden. Bei ihm seien alle willkommen, so Peric, egal ob serbischer, bosnischer, mazedonischer, albanischer, kroatischer oder schweizerischer Herkunft. Nein, Nationalismus habe definitiv keinen Platz bei Kulturshock, es gehe eher zu und her wie in einem «Mini-Jugoslawien», in welchem verschiedene Sprachen, Mentalitäten und Ansichten unter einem Dach vertreten seien. Und ausserdem seien auch immer viele Schweizerinnen und Schweizer mit von der Partie, wenn einmal pro Monat gefeiert wird im Tscharni.

Mit Yu Grupa bringt Peric diesen Samstag eine Band nach Bern, deren Name auf dem Balkan jedem Kind geläufig ist und die zu Hause vor 50 000 Leuten auftritt. Die serbischen Urgesteine rund um den 66-jährigen Frontmann Dragi Jelic präsentieren ihren Rock mal progressiv, mal psychedelisch angehaucht und mal mit Einflüssen aus der jugoslawischen Volksmusik versetzt. Gespielt wird mit Verve und Temperament, und die Hardrock-Gitarrensoli, welche die älteren Herren ihren Instrumenten entlocken, dürften die Augen von gar manchem Jungspund zum Glänzen bringen im «Mini-Jugoslawien» im Tscharni.

 

http://agenda.derbund.ch/home/home/-Mini-Jugoslawien-im-Tscharni/story/19122319/

_____________________________________________________________________________________________________

 

BümplizWoche & Bernerbär 31.1.2013

 

BümplizWoche & Bernerbär Artikel

 http://www.bernerbaer.ch/fileadmin/bw-epaper/pdf/2013BuWo-005-005-4f-3101-1.pdf

__________________________________________________

 

KulturStattBern - das Kulturblog des «Bund»

 

Kulturshock in der Länggasse

 

Von Gisela Feuz am Sonntag, den 3. Oktober 2010, um 13:50 Uhr

 

Gestern fühlte man sich ein bisschen wie in den Ferien in der Länggasse: Drinnen gabs Slivovitz und draussen wurden beim Rauchen lustige Räuberpistolen (glaubs) erzählt und zwar mehrheitlich in Bosnisch (glaubs). Der Kulturshock, das kleine aber feine Vereinslokal vis-à-vis der Uni Tobler, hatte zwei Herren eingeladen, die für Liebhaber von traditioneller Balkan-Musik keine Unbekannten sind: Miso und Sandi, die beiden Frontmänner der legendären Mostar Sevdah Reunion, bearbeiteten gestern als Duo «The Old Bridge» ihre Gitarren, was eine beachtliche Anzahl Leute anzulocken vermochte.

Von einem Publikum, wie es Miso und Sandi gestern hatten, kann jede Musiktruppe nur träumen: Viele schöne Menschen, die von den ersten Klängen an freudenstrahlend und glückselig auf  Tischen und Bänken tanzen, mitsingen und wild klatschen. So muss es sein. Bunt gemischt war das Publikum, der Frauenanteil war hoch und das tut bekanntlich jeder Party gut, denn schlussendlich sind es immer die Damen, welche die Tanzfläche als erstes betreten und wo viele Damen sind, hats früher oder später naturgemäss auch viele Herren, die sich dann in Anwesenheit vieler Damen auch nicht so brüllaffig benehmen, wie sie das sonst im eigenen Rudel offenbar manchmal tun müssen.

kulturshock

 

Man konnte gar nicht anders, als sich anstecken lassen von der sympathischen Ausgelassenheit, die gestern herrschte, von Kulturschock war weit und breit nichts zu spüren oder zu sehen. Ganz im Gegenteil ertappte man sich dabei, wie man bei der wilden Hüpferei munter mittat, dabei allerdings eine definitv weniger gute Falle machte, als all die Tanz-Experten ringsherum. Deren Geheimnis? Ich habs rausgefunden. Slivovitz. Das Zeugs verleiht Zusatzgelenke.

http://newsnetz-blog.ch/kulturstattbern/blog/2010/10/03/kulturshock-in-der-langgasse/

 

__________________________________________________

 

Protest im Kolektiv

BLOG

Mit multiplen Balkansounds und kritischen Texten auf bosnisch und englisch ist die Band Dubioza Kolektiv aus Zenica (Bosnien-Herzegowina) vor allem in Südosteuropa beliebt. Mario Perić, Referenzfigur in der Berner Balkan-Community und Begründer des Underground-Clubs Kultur Shock, holt das Septett am Wochenende nach Bern und Zürich.


Es gibt Balkan-Musik und Musik aus dem Balkan. Das Eine hat oft mit dem Anderen wenig zu tun, denn ein Grossteil der balkanischen Sounds, die unsere Bühnen und Tanzflächen beschallen, sind auf der Halbinsel zwischen Adria und Schwarzem Meer gänzlich unbekannt. Umso empfehlenswerter ist darum ein musikalischer Leckerbissen, der in Kürze in Bern und Zürich live zu erleben ist:Dubioza Kolektiv aus Bosnien-Herzegowina. Die in ganz Südosteuropa populäre Band fusioniert Hip-Hop, Dub, Reggae, Punk und Balkan-Rhythmen und -Melodien. Mario Perić hat Dubioza Kolektiv nun in die Schweiz eingeladen. Er betreibt den Underground-Balkan-Club Kultur Shock in Bern, wo auch die seit etwa fünf Jahren gehypten Balkan Beats live und von Platte erklingen. Perić legt beim Booking darauf Wert, dass sich die Musik nicht zu sehr von dem wegbewegt, was auf dem Balkan auch tatsächlich gehört wird.

Interview mit Mario Perić im Kultur Shock am 3.3.2012 mit Musik vom Šuma Čovjek Orkestar

Mario Perić hinterm DJ-Pult im Berner Club Kultur Shock


Switching Protest

Gerade bei Dubioza Kolektiv spürt man einen Unterschied: Die Band bedient sich zwar ebenso wie Shantel und Co den gerade so populären Rhythmen und Melodien der Balkan Beats. Doch geht es dem Kollektiv nicht nur darum die Menschen auf die Tanzfläche zu bringen, sondern auch auf die Strasse. Das Kollektiv hat was zu sagen und dank ihrer Musik hört man zu: mit ihren Texten benennen sie gesellschaftliche Missstände und stellen die dafür Verantwortlichen an den Pranger. Ihre Lieder sind teils auf Bosnisch, teils auf Englisch – und zwar mit System: Singt die Band bosnisch, will sie die Menschen vor Ort aufrütteln. Sie zeigt mit dem Finger auf korrupte Politiker, illegale Firmen und auf den nach wie vor präsenten Nationalismus, den die sieben Musiker als Jugendliche im Krieg hautnah miterlebt haben.

 

Singt die Band englisch, richtet sie sich an ein westeuropäisches Publikum – im Mittelpunkt steht der Aussenblick auf den Balkan und die Migrationspolitik. „I’m from Bosnia take me to America, I really want to see Statue of Liberty, I can no longer wait, take me to United States, take me to Golden Gate, I will assimilate¨ singt der Sänger Almir Hasanbegović beispielsweise mit dickem osteuropäischen Akzent im Song “U.S.A.”. Davon, dass Bosnien nur beim Eurovision Song Contest zu Europa zählen darf, handelt der „Euro Song“: „I’m sick of being European, just on Euro Song“. Beide Songs sind auf dem aktuellen Album “Wild Wild East” zu finden, welches die Band – nach eigenen Angaben – eigens für den Export geschrieben hat.

 

Soundtrack der Jugendbewegung

Mit den Veröffentlichungen der letzten beiden bosnischen Alben „Firma Illegal“ und „5 do 12“ (Gratis Download) hat das Dubioza Kolektiv bewiesen, dass sie auch leben was sie predigen. Bei der unabhängigen Jugendbewegung “Dosta“ (Genug), um die es leider in letzter Zeit ziemlich still geworden ist, war das Kollektiv ganz vorne dabei. Es schrieb gemeinsam mit dem Rapper Frenkie die Hymne zu den Protesten und organisierte ein großes Konzert vor den Wahlen 2006. Die Neuerscheinung des Albums “Firma Illegal“ präsentierten sie vor dem bosnischen Parlament – als Zeichen gegen die korrupte Regierung. Vor den Wahlen im Herbst 2010 gab die Band in allen bosnischen Großstädten Konzerte, um so die junge Bevölkerung an die Urnen zu bringen.



Zu politischen Botschaften und Protestbewegungen eignet sich die Musik von Dubioza bestens: Balkanrhythmen lassen aufspringen und rütteln an den Hüften, Punk und Rap wecken die nötige Wut, der aber von Reggae-Gitarren und melodiösen Gesänge sofort wieder gedämpft wird. Am Ende lässt der mitreissende Mix ein positives Gefühl zurück. Die Band nimmt ihre Musik ernst. Und was rundherum passiert auch.


Dubioza Kolektiv
Freitag 30. März, Alte Kaserne Zürich
Samstag 31. März, Tscharni, Bern

Dubioza Kolektiv sind:
Almir Hasanbegović (vocals)
Adis Zvekić (vocals)
Brano Jakubović (Electronics)
Vedran Mujagić (Bass)
Armin Bušatlić (Guitar)
Mario Ševarac (Saxophone)
Senad Šuta (drums).

Infos zum Konzert in Bern
Infos zum Konzert in Zürich

 

norient wird weiter über den Berner Balkan-Underground und das Kultur Shock berichten. Bis dahin gibt’s Balkanisches aus dem Archiv:

 

Aktueller Film “Balkan Melodie” von Stefan Schwietert: In der Fabrik für Folklore
Belgrade not always likes the Electronic Trubaci
Switzerland and the Balkans
Musik ist ein freies Gut